Saskia Esken besucht a.l.s.o. in Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken hat gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Jakob Unrath, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jens Eberlein, der SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Sigrid Heusel und SPD-Stadträtin Lisa Grimmbacher das Sozialunternehmen a.l.s.o. e.V. in Schwäbisch Gmünd besucht. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die vielfältigen Angebote des Vereins sowie aktuelle Herausforderungen sozialer Träger.

Bei einem Rundgang durch das Unternehmen tauschten sich die Vorsitzende des Vereins, Barbara Walter, sowie die Geschäftsführung, vertreten durch Ali Nagelbach und Regine Krieg, mit Esken über die Arbeit und die aktuellen Herausforderungen der a.l.s.o. aus. Nagelbach und Krieg stellten dabei die unterschiedlichen Arbeitsfelder und Angebote des Sozialunternehmens vor. Die a.l.s.o. engagiert sich seit mehr als 40 Jahren in Schwäbisch Gmünd und der Region Ostwürttemberg. Zu den Schwerpunkten gehören soziale, kulturelle und berufsbezogene Bildung, Integration sowie die Förderung von Arbeits- und Ausbildungssuchenden. Die Angebote reichen von Beratung und Coaching über Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote bis hin zu ReUse- und Upcycling-Projekten. Mit der Möbelbörse und dem Bücherwürml, Dienstleistungen im Bereich Haus und Garten sowie dem Projekt „edelwerk“ verbindet der Verein Beschäftigungsförderung mit nachhaltigem Wirtschaften. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Kultur- und Familiencafé mit Konzerten, Sessions, offenen Bühnen, Lesungen und weiteren Veranstaltungen. Besonders hervorgehoben wurde auch das ehrenamtlich getragene a.l.s.o.-Reparaturcafé. Dort engagieren sich ehrenamtliche Tüftlerinnen und Tüftler für Reparatur und Nachhaltigkeit.

Im anschließenden Gespräch ging es insbesondere um die praktischen Probleme, mit denen soziale Träger und ihre Beschäftigten im Alltag konfrontiert sind. Walter, Nagelbach und Krieg berichteten unter anderem von bürokratischen Hürden bei der Antragstellung und langen Verfahren. Ein besonderes Thema war die Unsicherheit bei der Finanzierung. So dauere es teilweise sehr lange, bis zugesicherte Fördermittel, etwa auf europäischer Ebene, tatsächlich ausgezahlt würden. Für den Verein bedeute dies, dass Leistungen teilweise über Jahre vorfinanziert werden müssten, obwohl diese längst erbracht worden seien.

Problematisiert wurde zudem die starke Abhängigkeit sozialer Träger von zeitlich befristeten Projektmitteln. Eine Verstetigung entsprechender Finanzierungen könnte nach Ansicht der Gesprächsteilnehmenden sowohl für die Klientinnen und Klienten als auch für die Beschäftigten mehr Sicherheit schaffen und die langfristige Planung erleichtern. In diesem Zusammenhang wurde auch die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Debatte über einen „dritten Arbeitsmarkt“ angesprochen. Gerade für Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur schwer oder dauerhaft keinen Zugang zu Beschäftigung finden, brauche es verlässliche und langfristige Perspektiven.

Esken dankte dem Team der a.l.s.o. für den Einblick in die tägliche Arbeit. „Ich bin wirklich beeindruckt, was Sie über viele Jahre in Schwäbisch Gmünd aufgebaut und geleistet haben. Die Vielfalt der Angebote ist herausragend und leistet einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt in der Stadt“, lobte die Abgeordnete die Arbeit der haupt- und ehrenamtlich Engagierten. SPD-Kreisvorsitzender Unrath betonte insbesondere die Bedeutung der Kulturarbeit der Einrichtung. „Die a.l.s.o. bringt mit ihrer wertvollen Kulturarbeit Menschen aus unterschiedlichsten Schichten zusammen“, so Unrath. Für die SPD sei es wichtig, durch den direkten Austausch mit Einrichtungen vor Ort zu erfahren, wo konkrete politische Rahmenbedingungen auf Bundesebene ergänzt oder verbessert werden müssten. Esken sagte zu, den Austausch fortzusetzen. Der Besuch habe deutlich gemacht, wie vielfältig die Aufgaben sozialer Träger sind und vor welchen Herausforderungen sie bei der Finanzierung und Umsetzung ihrer Angebote stehen.

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