Kolumne Neckar-Chronik: Stark aus der Krise

Am 08.10.2020 wurde der Kolumnen-Beitrag "Stark aus der Krise" von Saskia Esken in der Neckar-Chronik Horb veröffentlicht.

Bild: colourbox

„Für diese Krise gibt es kein Drehbuch“ – so der Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz über Corona. Nicht nur in der Politik, sondern auch im Alltagsleben, in der Arbeitswelt und im persönlichen Umfeld haben wir manche Gewissheit und manche Gewohnheit verloren, und wir sind noch nicht am Ende dieses Weges. Und doch haben wir bisher gemeinsam die Kraft gefunden, die Lage zu meistern und dabei neue, manchmal sogar überraschende Wege gefunden. Bei aller Unwägbarkeit bin ich davon überzeugt: Wenn wir weiter Rücksicht aufeinander nehmen und zusammenhalten, dann gehen wir gestärkt und sogar mit ganz neuen Perspektiven aus dieser Krise hervor!

Bis 2024 wird der Bund in Deutschland mehr als 200 Mrd. Euro in die Hand nehmen, um die wirtschaftlichen und die sozialen Folgen der Pandemie zu bewältigen und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sicherzustellen. Wir können das leisten, weil wir als Staat und auch als Gesellschaft solidarisch, stark und handlungsfähig sind. Gerade jetzt stärken wir den Arbeitsmarkt und sichern den Zusammenhalt – durch Kurzarbeitergeld und Kinderbonus, durch Sozialen Wohnungsbau und zusätzliche Investitionen in die Kinderbetreuung. Gleichzeitig bringen wir mit steuerlichen Entlastungen und privaten Nachfrageimpulsen die Konjunktur wieder ans Laufen.

Die massiven Investitionen des Bundes werden der Entwicklung in Deutschland aber auch eine klare Richtung geben. Uns kommt es darauf an, die Bewältigung des Klimawandels ebenso wie den digitalen Wandel und auch die Lehren aus der Corona-Krise als Entwicklungschance zu begreifen. Und deshalb investieren wir in den nächsten Jahren massiv in die Wende bei Energie und Mobilität, in eine moderne öffentliche Infrastruktur und in eine zeitgemäße Bildung. Diese Veränderungen im eigenen Umfeld zu gestalten, neue Chancen, neue Arbeitsplätze, neue Perspektiven zu entwickeln – das wird in den Kommunen, in den Unternehmen, in den Schulen, in der Gesellschaft geleistet. Und dafür bin ich dankbar.

Die Pandemie dauert an, doch die Weichen in eine neue Normalität werden gerade erfolgreich gestellt. Ich traue uns das zu und blicke daher positiv in eine weiterhin lebenswerte Zukunft.

 

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