Schüler debattieren mit Esken ernste Fragen und Sorgen

Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses Saskia Esken besuchte die Heumadenschule in Calw und sprach dort mit Schülerinnen und Schülern über deren Sorgen. Mit der Schulleitung und den Lehrkräften tauschte sie sich zum S

Calw-Heumaden. Die Heumadenschule wird durch das Startchancen-Programm der Bundesregierung unterstützt und gefördert. Saskia Esken, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, besuchte die Schule, um zu erfahren, wie das Programm helfen kann, gleiche Bildungschancen auch den Schülerinnen und Schülern zu eröffnen, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden. Zunächst stand jedoch das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern im Fokus des Besuchs der Bundestagsabgeordneten.

Junge Menschen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sollten unbeschwert durchs Leben gehen können und sich darauf konzentrieren, durch Bildung und Ausbildung einen guten Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Doch unsere ernsten Zeiten nötigen auch ihnen ernste Fragen und konkrete Sorgen auf. Zu den schwersten Themen des Gesprächs gehörten die Kriege in Ukraine und Gaza und die Debatte um den neuen Wehrdienst. Ein Schüler brachte die Gewissensfrage auf den Punkt und fragte, ob Esken auch ihre eigenen Kinder in den Krieg schicken würde, wenn dieser nach Deutschland käme. Dazu wurde die Abgeordnete und Mutter von drei erwachsenen Kindern sehr grundsätzlich: „Ich will, dass junge Menschen selbst entscheiden können, ob sie an der Waffe zur Verteidigung unseres Landes beitragen wollen oder nicht. Das ist keine leichte Entscheidung. Wir sehen in der Ukraine, wie furchtbar Kriege sind, wie viele Menschen verletzt werden oder sogar sterben. Deshalb wollen wir als Politik alles dafür tun, dass dieser Krieg endet und nicht auf weitere Länder ausgeweitet wird. Angesichts der Bedrohung durch Russland ist es wirklich wichtig, dass wir uns fähig und bereit zur Verteidigung zeigen – damit wir uns nicht verteidigen müssen.“

Beunruhigend finden Schülerinnen und Schüler auch die Entwicklung der Gewaltkriminalität. Esken machte deutlich, dass jeder einzelne Fall von Gewalt einer zu viel sei. „Gewalt gegen Menschen ist durch nichts zu rechtfertigen und muss hart bestraft werden. Mit besseren Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Plätzen und durch Prävention müssen wir alles tun, um solche Gewalttaten oder gar Anschläge zu verhindern. Gleichzeitig darf durch die sehr breite Berichterstattung und Debatte zu solchen Taten nicht der Eindruck entstehen, als wäre man nicht mehr sicher in unserem Land. Denn das ist nicht der Fall. Die Kriminalstatistik zeigt im Gegenteil, dass Deutschland in den letzten Jahren sicherer geworden ist.“

Worauf sich alle einigen konnten: Auch in Schultaschen haben Messer nichts zu suchen. Gerade in der Schule müssen Wege erlernt werden, um Konflikte friedlich auszutragen. Die offene und direkte Diskussion ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, ihre Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen und wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Debatten der heutigen Zeit zu gewinnen. Esken zeigte sich wieder einmal sehr beeindruckt über die Bandbreite der Themen und das Interesse der Jugendlichen. Sie ermutigte die Schülerinnen und Schüler, neugierig und wissbegierig zu bleiben, sich aus unterschiedlichen Quellen zu informieren und sich immer wieder kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinanderzusetzen. Im weiteren Gespräch mit der Schulleitung erkundigte sich Esken nach der Umsetzung des Startchancen-Programms an der Heumadenschule. Schulleiter Rathgeber sah das Programm als einen echten Gewinn: „Ich freue mich sehr darauf, unsere Schülerinnen und Schülern mithilfe der Mittel des Bundes auf ihrem Bildungsweg noch besser unterstützen zu können. Jeder und jede von ihnen kann hier einen Abschluss schaffen und sich danach weiterentwickeln. Für mich ist Bildungsgerechtigkeit ein hohes Gut.“

Auch für die Bedeutung und den Erhalt des Schulstandorts Heumaden sei das Programm im Übrigen eine tolle Unterstützung. Für die Jugendlichen ebenso wie für ihre Lehrkräfte bot der Besuch der Ausschussvorsitzenden eine wertvolle Gelegenheit, mit einer Politikerin zu sprechen, die in Berlin direkten Einfluss auf die Politik für Bildung und Jugend hat.

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