Politik hautnah für Schülerinnen und Schüler

Bei gleich zwei Gelegenheiten kamen Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Alpirsbach mit der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken über Politik, Gesellschaft und ihre persönlichen Anliegen ins Gespräch.

Alpirsbach. Schülerinnen und Schüler der Politik-AG des Progymnasiums hatten das Treffen für die Abschlussklassen des Alpirsbacher Schulzentrums vorbereitet und sich für die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken viele spannende Fragen überlegt. Die Schüler empfingen die Politikerin mit ehrlichem Interesse, mit offenen, durchaus kritischen Fragen und vielen klugen Gedanken. Schon zu Beginn war die Stimmung lebendig, als die Abgeordnete auf humorvolle Entweder-oder-Fragen antwortete – etwa „Berge oder Meer?“ oder „Pizza oder Pasta?“. Diese spielerische Einstimmung lockerte die Atmosphäre und bereitete den Boden für eine intensive Diskussion.

In der anschließenden Fragerunde zeigten die Jugendlichen, wie sehr sie politische Fragen bewegen. Sie wollten wissen, wie Esken zur Wehrpflicht, zum aktuellen Bildungssystem, zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte und zum Umgang mit extremistischen Parteien steht. Esken nahm sich Zeit für jede Frage, antwortete ausführlich und reflektiert: „Politik lebt vom Gespräch. Wenn Ihr Fragen stellt, kritisch nachhakt und eigene Ideen einbringt, ist das genau der richtige Weg. Nur wer sich einmischt, kann etwas verändern.“ Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, auch ihre persönlichen Sorgen anzusprechen – etwa die zunehmende Spaltung in der Gesellschaft oder die Herausforderungen im Schulalltag. Esken zeigte sich beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und dem Engagement der jungen Menschen. „Ich merke hier, dass ihr Euch wirklich Gedanken macht. Das zeigt, dass Euch unsere Demokratie nicht egal ist – und das ist das Beste, was man sich wünschen kann“, sagte sie anerkennend.

Auch seitens der Schule war die Freude über den gelungenen Austausch groß. Die Lehrkräfte lobten das Interesse und die Offenheit ihrer Schülerinnen und Schüler. „Solche Begegnungen zeigen unseren Schülerinnen und Schülern, dass Politik nichts Abstraktes ist, sondern etwas, das mit ihrem Alltag zu tun hat“, betonte eine Lehrerin. Der Dialog zwischen Politik und Schule fand wenig später seine Fortsetzung: Die Abschlussklasse der Realschule im Bildungszentrum Alpirsbach besuchte Esken im Deutschen Bundestag in Berlin. Dort konnten die Jugendlichen erleben, wo politische Entscheidungen tatsächlich getroffen werden – und ihre Fragen direkt vor Ort vertiefen. Beide Begegnungen machten deutlich, wie wertvoll der persönliche Austausch zwischen Politikerinnen und Jugendlichen ist. Er schafft Verständnis, stärkt Vertrauen und macht politische Prozesse greifbar.

„Demokratie lebt davon, dass wir miteinander reden – nicht übereinander“, so Esken zum Abschluss. So wurde das Bildungszentrum Alpirsbach zu einem Ort gelebter Demokratie: mit neugierigen Fragen, ehrlichen Antworten und der Erkenntnis, dass Politik genau dort beginnt, wo junge Menschen den Mut haben, ihre Stimme zu erheben.

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