Kunststoff, aber nachhaltig

Bei ihrem Besuch von Infinex am Standort in Haiterbach informierte sich die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, über die nachhaltige Ausrichtung, aktuelle Herausforderungen und Zukunftspläne des innovativen Unternehmens.

Haiterbach – Erneut besuchte die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken die Infinex Group. Schon bei ihrem ersten Kontakt war es die Nachhaltigkeit, die Eskens besondere Neugierde erregte. Denn Infinex hatte die Wiederverwertung der Hohlkammer-Plakate im Angebot, die im Leben der Politikerin in jedem Wahlkampf sechs Wochen lang eine tragende Rolle spielen. Und danach nur noch ein Entsorgungsproblem darstellen.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort, sondern Kern unserer Unternehmensstrategie. Wir haben die klare Vision, bis 2033 CO2-positiv zu wirtschaften.“ betonte Martin Hartl bei seiner Vorstellung der Unternehmensgruppe, ihrer Produktbereiche und ihrer Philosophie. Dabei stellt die Wiederverwertung von Plakaten eine kleine Nische dar. In der Hauptsache erzeugt das Unternehmen wiederverwertbare Behälter für die Logistik in der Industrie sowie Produkte für die Sicherung von Gebäuden gegen eintretende Feuchtigkeit. Die Infinex Group beliefert Kunden in über 60 Ländern und betreibt Standorte in Deutschland, Tschechien und den USA.

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die Bedeutung des Standorts Nordschwarzwald: Infinex steht hier nicht nur für Innovation, sondern auch für regionale Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze. „Wir sind stolz auf unsere starke Verankerung in der Region – sie ist die Basis unseres internationalen Erfolgs“, so Hartl. Aktuell beschäftigt Infinex rund 235 Mitarbeitende aus 22 Nationen an drei Standorten. Besonders engagiert zeigt sich das Unternehmen in der Ausbildung: Junge Menschen werden zu Industriekaufleuten, Verfahrenstechnikerinnen und -technikern sowie Maschinenführerinnen und Maschinenführern ausgebildet. Zusätzlich bestehen Kooperationen mit der DHBW Horb für duale Studiengänge. Dennoch sind derzeit 21 Stellen unbesetzt, insbesondere im technischen Bereich und in Studiengängen mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Im anschließenden offenen Austausch mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Unternehmensbereichen ging es um Themen wie Arbeitsbedingungen, Fachkräftegewinnung und Weiterbildung. Esken zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Belegschaft und dem offenen Miteinander: „Infinex verbindet internationale Perspektive mit regionaler Verantwortung. Hier wird sichtbar, dass nachhaltiges Wirtschaften nur mit engagierten Menschen gelingt.“

Auch über Arbeitszeitmodelle und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde offen gesprochen. Während in der Verwaltung flexible Modelle bereits etabliert sind, stellen die Anforderungen in der Produktion weiterhin eine Herausforderung dar. Esken stellte den Gedanken einer 4-Tage-Woche in den Raum, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei gleichbleibender Arbeitszeit einen zusätzlichen freien Tag ermöglichen und Fahrzeiten einsparen könnte. Gleichzeitig räumte sie ein, dass der 8-Stundenrhythmus im Drei- Schichtbetrieb eine harte Grenze für jede Art der Flexibilisierung darstelle. Themen wie Bürokratieabbau, Digitalisierung, Energiepreise und Ressourceneffizienz spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Infinex investiert verstärkt in Automatisierung und IT, um Produktionsprozesse zukunftsfähig zu machen. Mit Projekten wie dem E-Safer- System arbeitet das Unternehmen daran, Lastspitzen beim Stromverbrauch zu reduzieren und so Energie effizienter zu nutzen.

Esken war beeindruckt: „Infinex zeigt beispielhaft, dass Industrie und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind. Es ist bewundernswert, wie hier in Haiterbach aktiv Verantwortung übernommen wird für Mensch, Umwelt und Zukunft.“ Beim abschließenden Rundgang durch die Produktion konnte Esken die modernen Fertigungsanlagen und das Engagement des Unternehmens für Kreislaufwirtschaft und Mehrwegprodukte hautnah erleben. Besonders positiv fiel ihr auf, dass die gesamte Unternehmenskommunikation mehrsprachig angeboten wird – eine Maßnahme, die der Sicherheit dient, aber auch ein klares Zeichen für die internationale Ausrichtung und gelebte Vielfalt.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 4 plus 6.