Solidarität und Unterstützung für die Helden in der Krise: Familien und Frauen

Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken setzt sich für die Unterstützung von Familien und insbesondere von Frauen und Müttern während der Corona-Pandemie ein.

Berlin/ Calw/ Freudenstadt. Eltern und vor allem Mütter, die bisher schon Beruf, Haushalt und Kinder unter einen Hut gebracht haben, müssen in diesen Zeiten auch noch Lehrkräfte, Erzieher und Spielgefährten für ihre Kinder ersetzen. „Das bedeutet noch mehr Präsenz, noch mehr Dinge gleichzeitig erledigen, noch mehr im Mittelpunkt stehen – und noch weniger Zeit für sich“, so die Calwer Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern.

Esken, seit Dezember vergangenen Jahres Bundesvorsitzende der SPD, setzt sich auf bundespolitischer Ebene deshalb für eine bessere Unterstützung von Familien und insbesondere von Frauen und Müttern ein: „Meine Helden in dieser Krise sind die Familien. Sie haben oft geringere Einkommen und größere Sorgen – und halten trotzdem durch, selbst wenn Kita und Schule, FreundInnen und KollegInnen fehlen. Hier kämpft die SPD mit viel Herzblut für Unterstützung. Denn das ist eine Investition in unsere Zukunft.“

Die Koalitionsparteien CDU/ CSU und SPD haben sich in dieser Woche auf bis zu 20 Wochen Lohnersatz für Eltern geeinigt, die wegen Corona ihre Kinder betreuen müssen und nicht zur Arbeit können. Ein gebotener Schritt, betont Esken und macht klar, dass die Sozialdemokraten bei diesem Thema auch weiterhin nicht locker lassen werden: „Wir fordern einen Kinderbonus von mindestens 300 Euro, der den Familien für jedes Kind ausbezahlt wird und der nicht auf andere Leistungen aus den sozialen Sicherungssystemen angerechnet wird. Außerdem setzen wir uns dafür ein, das SPD-Konzept der Familienarbeitszeit umzusetzen.“ Das genannte Konzept sehe vor, dass Eltern ein Familiengeld erhalten können, wenn sie ihre Arbeitszeit zu Gunsten von Kindern in der Familie partnerschaftlich reduzieren, so Esken.

Saskia Esken stellt besonders die Leistung der Frauen und Mütter in diesen Zeiten heraus. Auch vor der Krise seien überwiegend die Frauen in Partnerschaften und Familien stärker belastet hinsichtlich Arbeit und sogenannter Care-Arbeit, sei es von Kindern oder zu pflegenden Angehörigen. Doch jetzt bestehe die Gefahr, dass wir vermehrt in längst überwundene Geschlechterrollen zurückfallen. Esken plädiert deshalb für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbsarbeit und Familienarbeit. „Die Ausnahmesituation durch Corona wird uns noch viele Monate begleiten. Kitas und Schulen werden auch nach den Sommerferien ihre Bildungs- und Betreuungsangebote nicht wie gewohnt leisten können. Umso wichtiger ist es, hier jetzt eine offene gesellschaftliche Debatte zu führen – bei der auch Frauen zu Wort kommen und gehört werden.“

Dass die Corona-Pandemie für viele Frauen und Kinder aufgrund von häuslicher Gewalt zu einer noch schlimmeren Lage führt, dürfe ebenfalls nicht vergessen werden, so die SPD-Politikerin.

Etwa jede vierte Frau wird laut des statistischen Bundesamts mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialer Schichten. Soziale Isolation und erschwerte Arbeitsbedingungen im Homeoffice mit zusätzlichem Homeschooling der Kinder schaffen Nährboden für psychische Erkrankungen und Depression. Zahlen aus anderen Ländern belegen, dass in Zeiten von Isolation während der Pandemie häusliche Gewalt stark zunimmt. Zudem ist im vergangenen Monat die Zahl der Beratungskontakte im Bereich häusliche Gewalt/ Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" gestiegen. Gewalt ist in diesem Fall nicht immer physischer Natur, auch psychisch kann Gewalt zu einem Existenz bedrohenden Problem werden.

Um dem vorzubeugen und vor allem um Betroffenen eine Anlaufstelle nennen zu können, hat das SPD-geführte Bundesfamilienministerium die Initiative „Stärker als Gewalt“ gestartet. „Häusliche und sexuelle Gewalt sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Opfer müssen Hilfe bekommen und sie niedrigschwellig in Anspruch nehmen können – gerade jetzt. Mit Plakaten im Bereich der Kassen machen wir jetzt auf die Hilfsangebote aufmerksam. Es ist unabdingbar, dass Frauen –

aber auch Personen aus ihrem sozialen Umfeld und Fachkräfte – darauf aufmerksam gemacht werden, dass es ein Beratungsangebot gibt, an das sie sich jederzeit kostenfrei, anonym und vertraulich wenden können“, so Esken.

„Auch bei uns in der Region gibt es Vereine, die sich mit großem Engagement für den Schutz von Frauen einsetzen: so der Verein FrauenHilfe Freudenstadt e.V. im Landkreis Freudenstadt. Der Landkreis Calw hat mit seinem vereinsgetragenen Frauenhaus eine Anlaufstation für Frauen in Not, die auch Unterkunft und Betreuung auf dem Weg in ein eigenständiges Leben bieten kann. Beide Vereine sind auf Spendengelder angewiesen, um ihre wichtige Arbeit leisten zu können. „Jeder, der Frauen und Müttern etwas Gutes tun will, kann sich daran beteiligen, unsere regionalen Einrichtungen oder überregionalen Institutionen zu unterstützen. Starke Frauen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, wir dürfen auch in Krisenzeiten nicht vergessen, was hinter meist verschlossenen Türen auf der einen Seite alles passiert und auf der anderen Seite positiv geleistet wird. Ich weise deshalb gerne auf die Spendenkonten der Einrichtungen im Kreis Calw und im Kreis Freudenstadt hin“, so Saskia Esken.

Spendenkonto: Frauen helfen Frauen e.V.
Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN: DE44 6665 0085 0005 3029 78
BIC: PZHSDE66XXX

Spendenkonto: FrauenHilfe Freudenstadt e.V.
Kreissparkasse Freudenstadt
IBAN: DE82 6425 1060 0013 0519 74
BIC: SOLADES1FDS

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