Saskia Esken will Situation auf dem Kniebis weiter beobachten

(C) Martin Berk - Pixelio

Die SPD-Bundestagsabgeordnete hat sich bei Vodafone für eine umgehende Beseitigung der Störung im LTE-Netz eingesetzt.

FREUDENSTADT. Zufrieden hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken eine E-Mail der Vodafone-Geschäftsführung zur Kenntnis genommen, in der ihr mitgeteilt wurde, dass die Störung der Mobilfunkverbindung auf dem Kniebis am Mittwoch  endlich behoben wurde. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Kunden nach längerer Störung wieder ans Netz zu bringen“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete. Mit ihrem Büro hatte sie sich in den vergangenen Tagen intensiv darum bemüht, dass Vodafone nicht nur die aufgetretene Störung schnellstmöglich behebt, sondern dass das Telekommunikationsunternehmen auch erklärt, wie es zu dem teilweisen Totalausfall der LTE-Verbindung auf dem Kniebis und in Zwieselberg seit dem 13. August gekommen ist, der dann zwei Wochen dauerte.

 „Jens Schulte-Bokum, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, hat mir mitteilen lassen, dass die Störung maßgeblich durch einen Baum verursacht worden sei“, so Esken. Sie wundert sich freilich ein wenig darüber, dass es zwei Wochen gedauert hat, bis die Ursache gefunden und behoben wurde. „Dies, obwohl Vodafone bereits frühzeitig auf diese Möglichkeit der Störung von privater Seite hingewiesen wurde“, wie Saskia Esken durch Karl-Heinz Bus vom Naturfreundehaus Kniebis weiß. Bus hatte die SPD-Politikerin darum gebeten, sich bei Vodafone um eine schnelle Beseitigung der Störung zu bemühen, was sie mit ihrem Büro auch tat.

 „Das jetzt erreichte Ergebnis ist für die Betroffenen gut. Ich werde die Situation aber weiter im Blick behalten“, sagt Saskia Esken. Die per Richtfunk vom Kniebis bis Besenfeld gesendeten Kommunikationsdaten würden auch in Zukunft nur dann problemlos übertragen, wenn Vodafone als Mobilfunkbetreiber dafür sorge, dass die weiter waschenden Bäume nicht erneut zu einer Verschattung der LTE-Funkdaten führt. Insgesamt ist der Fall für Esken ein deutliches Zeichen dafür, dass Funklösungen nicht als Allheilmittel für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum angesehen werden können, "insbesondere bei schwierigen topografischen Bedingungen wie bei uns im Schwarzwald", so Esken, die die Breitbandstrategie der Bundesregierung im Bundestagsausschuss Digitale Agenda begleitet .

„Für uns ergibt sich in diesem Fall insgesamt ein komplexes Fehlerbild, bei dem letztlich ein Baum die Hauptursache der Störung war“, teilte Vodafone der Sozialdemokratin abschließend am Montag per Mail mit. „Dieser Baum ragte in die Sichtverbindung der Richtfunkstrecke und führte so zu der erheblichen Beeinträchtigung der Mobilfunkqualität.“ Nach erteilter Genehmigung durch die Gemeinde sei der betreffende Baum gefällt und die Richtfunkstrecke wieder hergestellt worden, so Vodafone weiter. „Darüber hinaus konnten wir weitere technische Maßnahmen an der Basisstation vornehmen, die ebenfalls zu einer Optimierung der Mobilfunkversorgung beitragen.“ Dass es während der Arbeiten an der Basisstation am Montag im Laufe des Nachmittags nochmals zu Störungen kam, sei laut Vodafone nicht zu vermeiden gewesen. Diese sind nach Auskunft von Karl-Heinz Bus bis etwa 19.15 Uhr aufgetreten. „Seither klappt es wieder“, so Bus. Das Telekommunikationsunternehmen hat der SPD-Bundestagsabgeordneten auch zugesichert, sie weiter über die Entwicklung der Situation auf dem Kniebis zu informieren.

Esken hat natürlich Verständnis dafür, dass Karl-Heinz Bus als einer der direkt Betroffenen es als ein „Armutszeugnis für Vodafone“ empfindet, dass „die Störungsursache zuerst von Privatleuten festgestellt wurde“, wie er sagt. Sie nimmt daher auch die Hinweise von Bus sehr ernst, dass es durch den Wuchs der entlang der Richtfunkstrecke wachsenden Bäume „erneut zu Störungen kommen kann“. Dennoch ist sie letztlich zuversichtlich, so Esken, dass das Unternehmen Vodafone nun seiner Verantwortung und Vertragserfüllung als Telekommunikationsunternehmen in gebotenem Maß nachkommt.

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