Saskia Esken
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„S-Bahn – das ist dann Hesse-Bahn 2.0“

Saskia Esken freut sich über neue Option für die Elektrifizierung der Bahn.

Wann auch zwischen Calw und Weil der Stadt eine S-Bahn pendelt, steht noch in den Sternen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken freut sich aber über Fortschritte. (Foto: Carlos Valdivieso)

Nordschwarzwald. Das Landesverkehrsministerium will erreichen, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecke Weil der Stadt – Calw in das „Sonderprogramm zur Elektrifizierung“ des Bundes aufgenommen wird. Zahlreichen Medienberichten war deshalb zu entnehmen, dass der Betrieb der Hesse-Bahn dann gänzlich ohne Dieselfahrzeuge realisiert werden könnte.  „Ich begrüße ausdrücklich die Initiative des Verkehrsministers, die Elektrifizierung der HHB voranzutreiben“, erklärt die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. „Wir sollten uns deshalb aber jetzt nicht aus dem Takt bringen lassen und das beschlossene Stufenkonzept – erst die Wiederinbetriebnahme der Strecke mit Dieselfahrzeugen und dann die Elektrifizierung und den Betrieb als S-Bahn, also die Hesse-Bahn 2.0 – auch realisieren“ macht die Abgeordnete deutlich. Aus den Unterlagen des Verkehrsministeriums geht laut Esken deutlich hervor, dass sowohl die Finanzierung als auch die Aufnahme nicht bundeseigener Strecken wie Calw-Weil der Stadt in das Sonderprogramm bisher ungeklärt sind. Zudem ist vor 2025 nicht mit einer Realisierung von Maßnahmen zu rechnen. Zu diesem Zeitpunkt soll die Hermann-Hesse-Bahn aber bereits jahrelang in Betrieb sein.

Das Stufenkonzept für den Ausbau der HHB haben die beteiligten Landkreise und Gemeinden gemeinsam mit dem Landesverkehrsministerium im Jahr 2015 beschlossen. Es sieht vor, in einer ersten Stufe die Wiederinbetriebnahme der Strecke im Dieselbetrieb zu realisieren. Dieses Konzept verfügt über eine positive Kosten-Nutzen-Analyse und für seine Realisierung liegt die Zusage zur Förderung durch das Landesverkehrsministerium vor. In Stufe 2 des Konzepts ist bereits heute angedacht, den Betrieb vollständig zu elektrifizieren. Die technischen Planungen für die Strecke sehen eine Aufwärtskompatibilität zur Elektrifizierung und zu einem möglichen S-Bahn-Betrieb bereits vor. Für die Umsetzung ist jedoch eine eigene Kosten-Nutzen-Analyse erforderlich, für die derzeit bereits die notwendigen Daten erhoben werden. Vom Ausgang dieser Analyse ist wiederum abhängig, ob es zu einer Realisierung der Elektrifizierung und dem Betrieb der Bahnstrecke als Verlängerung der S-Bahn S6 kommen kann. Für die Absicht des Verkehrsministeriums zur baldigen Elektrifizierung als S6-Verlängerung gibt es derzeit also noch keine Finanzierung.

„Wenn Wirtschaftlichkeit und Finanzierung der Stufe 2 sichergestellt sind beziehungsweise die Elektrifizierung aus dem Bundesprogramm ermöglicht wird, dann reden wir über diese Weiterentwicklung – bis dahin realisieren wir und freuen uns auf Stufe 1 – unsere Hesse-Bahn 1.0“, erklärt Esken.

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