Lesen im Fokus

Aktuelle Studien zeigen einen besorgniserregenden Rückgang der Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Das Vorlesen in der Familie kann eine entscheidende Rolle spielen, weil es früh die Lust an Sprache und am Lesen wecken kann.

Calw/Freudenstadt, 18.01.2023

Der Zugang zu Bildung und zum Wissen unserer Welt eröffnet sich durch Sprache, durch das Lesen und das Hörverstehen. Kinder, die über Bücher frühzeitig Zugang zu einer reichen Sprache haben und Lust am Lesen entwickeln, sind deshalb im Vorteil, wenn sie in die Schule kommen. Doch die Lesekompetenz unserer Schüler und Schülerinnen und auch ihre Kompetenz im Hörverstehen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert - jedes vierte Kind hat am Ende der Grundschulzeit gravierende Probleme, die seinen Bildungserfolg infrage stellen. Dabei spielt das Elternhaus der Kinder eine bedeutende Rolle, insbesondere wenn das Einkommen gering ist oder wenn dort kein oder nur schlecht Deutsch gesprochen wird.

"Der Grundstein für gelingende Bildung wird in den ersten Lebensjahren gelegt. Der Fokus unserer Bildungspolitik muss deshalb auf den Anfang gelegt werden“ macht die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parteivorsitzende Saskia Esken deutlich. Sie ist überzeugt, dass das regelmäßige Vorlesen, das Geschichtenerzählen eine hohe Bedeutung für die Sprachentwicklung und damit für den Bildungserfolg der Kinder haben kann. Neben der Förderung der Sprachkompetenzen sei das Vorlesen in der Familie, so Esken, aber auch ein schönes Ritual für einen Tagesabschluss, der Gemeinschaft stifte und dazu beitrage, zur Ruhe zu kommen.
Wie in jedem Jahr folgte die Abgeordnete auch in diesem November dem Appell der Stiftung Lesen und las in vor: in einer Grundschule, in einem Waldkindergarten sowie in einer Pflegeeinrichtung. Denn auch für ältere Menschen, die oft nicht mehr selbst lesen können, ist es eine Wohltat, altbekannten oder auch neuen Geschichten und Gedichten zu lauschen.

Im Waldkindergarten las Esken die gereimte Geschichte „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ vor. „Reime helfen Kindern, sich Formulierungen in Geschichten einzuprägen, vor allem wenn man sie immer wieder vorliest. Von Wanja habe ich meinen Kindern so oft vorgelesen, dass sie irgendwann mitsprechen konnten“ berichtet Esken von eigenen Vorleseerfahrungen in ihrer Familie. In der Grundschule las sie einzelne Kapitel aus dem Abenteuer der kleinen Lili, die einen Roboter findet und gemeinsam mit ihrer Oma spannende Erfahrungen macht mit seiner Art, Sprache zu erlernen.

Im Anschluss an die Vorlesestunde stand Esken den Kindern Rede und Antwort, sowohl zu ihrer Person als auch zur Politik als Beruf. Die Neugierde der Kinder war kaum zu bremsen. Beeindruckt waren die Kinder, als sie hörten, dass Esken noch am Morgen mit dem Bundeskanzler telefoniert hatte. Einige von ihnen outeten sich gar als große Fans des Kanzlers und sie baten Esken, Olaf Scholz ihre Grüße weiterzuleiten.

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