Im Blick: Die digitale Zukunft der Bildung im Schwarzwald

Selfie Saskia Esken und Bob Blume
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und der Freudenstädter Studienrat Bob Blume wollen die Kooperation medienaffiner Lehrer und Bildungsinteressierter im Schwarzwald vorantreiben.

CALW/FREUDENSTADT. Saskia Esken ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Anfang des Jahres neu gegründeten Ausschuss Digitale Agenda. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist sie Berichterstatterin für digitale Bildung. Bob Blume ist Studienrat für die Fächer Englisch, Deutsch und Geschichte und derzeit an der Johannes-Gaiser-Realschule in Baiersbronn tätig. Zudem führt er im Kreismedienzentrum Freudenstadt Schulungen zum Einsatz von Apps im Unterricht durch. Esken und Blume haben sich bei einem Twitter-Chat für Lehrkräfte und Bildungsinteressierte, dem sogenannten EDchatDE, im Internet kennen gelernt.

„Bob Blume und ich haben uns für ein Treffen in der „realen Welt“ verabredet, da uns beide das Thema Digitales in der Lehrerbildung und im Lehr-Lern-Alltag am Herzen liegt. Das Treffen hat uns beide darin bestärkt, dass hier viel Potenzial noch im Verborgenen liegt“, berichtet Esken über die erste Begegnung.

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren nahezu alle Lebensbereiche erfasst, verändert und beeinflusst. Doch auch wenn die digitalen Medien auf dem Vormarsch sind: Nicht alle Menschen in Deutschland nehmen gleichermaßen an der digitalen Entwicklung der Gesellschaft teil. Um diese digitale Spaltung zu überwinden und alle Menschen an den Errungenschaften der digitalen Welt teilhaben zu lassen, ist Bildung – neben technischen Voraussetzungen – die richtige Antwort. Die Bundesregierung präsentierte im August eine „Digitale Agenda“, die unter anderem vorsieht, eine Strategie zu digitaler Bildung über die Grenzen der vertikalen Gewaltenteilung hinweg zu entwickeln. Länder, Kommunen und andere Akteure im schulischen und außerschulichen Bildungssystem müssen in diesen Prozess miteinbezogen werden.

Heutzutage nutzen viele Lehrkräfte digitale Hilfsmittel, um ihren Unterricht vorzubereiten. Schüler lösen am Computer und im Internet Hausaufgaben oder lernen für Klassenarbeiten. „Doch während der Schulstunden ist es oft nach wie vor der Fall, dass die Digitalisierung ausgeschlossen ist“, sagt Saskia Esken. Andere haben schon viel Freude und einen breiten Erfahrungsschatz an der Arbeit mit digitalen Lehr- und Lernmethoden entwickelt, es fehlt ihnen aber am Austausch mit Gleichgesinnten.

Saskia Esken und Bob Blume haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, das bereits vorhandene Wissen der tätigen Lehrer in den Landkreisen Calw und Freudenstadt zu vernetzen und dann möglichst zu verbreiten. „Wir möchten ein Forum schaffen, in dem sich die Teilnehmer über Wünsche, Anforderungen, Schwierigkeiten und Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien, Methoden und Lerntechniken austauschen können“, erläutert Bob Blume das Vorhaben. Erwünscht und gern gesehen seien neben Lehrkräften auch andere im Bildungs- und pädagogischen Bereich Tätige sowie andere medienpädagogisch orientierte Personen, die Lust auf eine solche Kooperation haben.

„Ich freue mich auf ein erstes gemeinsames Treffen und auf einen Dialog über die digitale Zukunft der Bildung im nördichen Schwarzwald. Gemeinsam können wir auf diese Weise einen Beitrag dazu leisten, Menschen zur digitalen Selbständigkeit zu befähigen“, so Esken überzeugt.

Interessierte können sich per E-Mail an saskia.esken@bundestag.de wenden und sich auch in einer für diesen Zweck gegründeten Facebook-Gruppe informieren: https://www.facebook.com/groups/1480975452171964/

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Kommentar von Peter Wandelt |

Sehr geehrte Frau Esken,

ich bin Unternehmer als Halle (Saale) und arbeite mit der Firma bcs Kommunikationslösungen ebenfalls aus Halle (Saale) zusammen. Die Firma hat ein open-source- basiertes IT-Projekt für Schulen und Verwaltungen entwickelt. Wir versuchen gegenwärtig, in Halle ein erstes Pilotprojekt zusammen mit der Schulleitung der Kooperativen Gesamtschule Ulrich von Hutten zu entwickeln und umzusetzen. Dr. Karamba Diaby hat mir von Ihnen und Ihren Initiativen im Rahmen der Digitalen Agenda berichtet. Nunmehr meine Fragen. 1. Sind Sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert ? Ich weiß, dass in Baden-Würtemberg schon mehrere Initiativen gibt, anstatt windowsbasierter IT, z.B. in Computer-Kabinetten linuxbasierte Lösungen, administriert von lokalen Firmen, in die Schulen zu bringen. 2. Gibt es Bundesmittel (Förderungen) im Rahmen der Digitalen Agenda oder ist das alles Ländersache ? Mit der Hoffnung bald von Ihnen zu hören verbleibt Peter Wandelt

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