Seewald-Besenfeld. Der Windpark Seewald mit seinen acht Anlagen bringt eine Leistung von insgesamt 44,7 Megawatt. 28.500 Haushalte können so mit sauberem Strom versorgt und dabei etwa 75.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Ein solches Projekt braucht die Unterstützung der Politik, auch wenn es darum geht, die Menschen der Region für die Energiewende zu gewinnen. Bei einem Rundgang auf dem verschneiten Gelände des Windparks informierten sich die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und die SPD-Landtagskandidatin Bettina Ahrens-Diez über das Projekt und den Baufortschritt. Mit Vertreterinnen und Vertretern der Erneuerbare Energie Fabrik GmbH (EEF) diskutierten sie über den Stand des Windkraftausbaus in Baden-Württemberg sowie über Genehmigungsprozesse und Ausschreibungen für weitere Projekte.
Fortschritt und Politik vor Ort
Seitens der EEF nahmen Florian Rosenbusch (Bereichsleitung Projektentwicklung, Netze & Bau), Projektleiter Julian Kilchling und Clara Zeeh (Leitung Politik & Kommunikation) teil. Begleitet wurden sie von Sarah Biroth von der Bernstein Group, die das Unternehmen in politischen Fragen unterstützt.
Die Besichtigung machte die Dimension des Projekts greifbar: Die Arbeiten schreiten sichtbar voran, während das parallel errichtete Umspannwerk die Einspeisung des Stroms ins Netz sichert und die regionale Netzinfrastruktur stärkt.
Energiewende als Standort- und Zukunftsfaktor
Esken betonte die Bedeutung solcher Projekte für die Region:
„Ich freue mich, dass die Fortschritte der Energiewende direkt bei uns vor Ort erlebbar und sichtbar werden. Erneuerbare Energien leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Klimaschutz ebenso wie zur energiepolitischen Unabhängigkeit. Sonne und Wind unterliegen keinen geopolitischen Unwägbarkeiten.“
Auch Ahrens-Dietz hob die wirtschaftliche Dimension hervor: „Wir müssen damit schneller vorankommen in Baden-Württemberg. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig, sondern auch wirtschaftlich unabdingbar. Unsere Wirtschaft ist darauf angewiesen, dass wir rasch Infrastruktur für kostengünstige und grüne Energie schaffen.“
Genehmigt – aber noch nicht ausgeschrieben
Trotz des Fortschritts bestehen Herausforderungen. Nach Angaben der EEF besteht eine Diskrepanz zwischen der Zahl genehmigter Windenergieprojekte und den tatsächlich verfügbaren Ausschreibungen. Viele Projekte sind bereits planungs- und baureif, können jedoch nicht umgesetzt werden, weil entsprechende Ausschreibungen fehlen. Zusätzliche Ausschreibungen würden die Umsetzung beschleunigen und mehr Investitionssicherheit schaffen.
Ein Leuchtturmprojekt für die Region
Der Windpark Seewald–Besenfeld zeigt, dass die Energiewende auch in landschaftlich sensiblen Regionen wie dem Schwarzwald möglich ist. Mit acht Anlagen, eigenem Umspannwerk und signifikanter CO₂-Einsparung leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen des Landes. Gleichzeitig wird sichtbar, wie Klimaschutz, Wirtschaft und regionale Infrastruktur unmittelbar zusammenwirken.
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