Bundespolitik hautnah erlebt: „Ein ganz schöner Trubel!“

WÄHREND EINES ZWEI-WÖCHIGEN PRAKTIKUMS IM BÜRO DER BUNDESTAGSABGEPRDNETEN SASKIA ESKEN ERHIELT DIE SCHÜLERIN JESSICA HUBBARD AUS NAGOLD ERSTE PRAKTISCHE EINBLICKE IN DIE POLITIK.

Jessica Hubbard und Saskia Esken vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, einem der bekannteren Gebäude im Parlamentsviertel in Berlin (Foto: Büro Esken).

BERLIN/NAGOLD. Nach einer ein-wöchigen Hospitation im Wahlkreisbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten Saskia Esken in Calw lernte die 17-jährige Jessica Hubbard, Schülerin des Otto-Hahn-Gymnasiums in Nagold, die Arbeit im Bundestag kennen. Rund 4.500 Beschäftigte – darunter wissenschaftliche ReferentInnen, BüroleiterInnen, SachbearbeiterInnen und studentische Hilfskräfte – sind direkt bei den 709 Bundestagsabgeordneten angestellt. Weitere 3.000 MitarbeiterInnen sorgen in der Bundestagsverwaltung für einen reibungslosen Ablauf des Parlamentsapparates. „Und der Bundestag hat sogar seine eigene Polizei, die die Abgeordneten und das Parlamentsgebäude schützt“ ergänzt die Praktikantin. „Gemeinsam mit den unzähligen BesucherInnen des Bundestags ergibt das tagtäglich einen ganz schönen Trubel.“

Im Berliner Büro der Bundestagsabgeordneten arbeiten zwei Büroleiterinnen, die sich diesen Aufgabenbereich teilen, und zwei wissenschaftliche MitarbeiterInnen - alle vier in Teilzeit - sowie eine studentische Hilfskraft. „Das klingt vielleicht erstmal viel – aber ohne mein Team könnte ich all das hier gar nicht stemmen“, erklärte Saskia Esken. „Für uns alle ist es immer etwas ganz Besonders, wenn wir PraktikantInnen bei uns haben. Durch ihre Fragen bringen sie frischen Wind herein und zeigen uns, wie besonders das zum Teil schon alltäglich gewordene ist.“

Jessica hatte sich eine Sitzungswoche in Berlin ausgesucht, um die Arbeit der Abgeordneten zu verfolgen. Für die Gymnasiastin war es eine intensive und ereignisreiche Woche: Neben der Arbeit im Büro besuchte sie u.a. eine Sitzung der Arbeitsgruppe Digitale Agenda, in der die SPD-Mitglieder des gleichnamigen Ausschusses die Sitzungen des Deutschen Bundestags vorbereiten. Bei der Sitzung des Ausschusses lauschte sie dann den Diskussionen über zu Künstlicher Intelligenz und algorithmischen Systemen. Über Hetze und Hassrede im Netz erfuhr sie etwas bei einer der Plenarsitzungen des Bundestages von der Besuchertribüne aus.

„Mit 17 Jahren hatte ich die Chance die Politik, welche ich in der Schule nur auf stupidem Papier und auf Klausuren paukend kennen gelernt hatte, real zu erleben “, schwärmte Jessica, die sich zu Hause im Kreis Calw bei Fridays for Future engagiert, und weiter: „Themen, die sonst distant und unerreichbar waren, konnte ich mich in all ihren Dimensionen und ihrer wahren Komplexität nähern.“

Die SPD-Abgeordnete ermuntert alle jungen und jung geblieben Menschen aus den Kreisen Calw, Freudenstadt und Böblingen, sich um ein Praktikum zu bewerben: „Grundsätzlich versuchen mein Team und ich jede/m Interessierten aus unserer Region einen praktischen Einblick in die Politik zu ermöglichen.“

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